Und nach jedem Atemzug passiert es – Alle 11 Sekunden wird ein Mädchen verstümmelt

 In fast allen Staaten Afrikas und auch in manchen Teilen Asiens wird die Beschneidung junger Mädchen durchgeführt. Sie können und dürfen sich nicht dagegen wehren, denn wenn sie es nicht über sich ergehen lassen, gelten sie als Prostituierte und „Minderwertige“ aber durch die Beschneidung bleiben sie „heiratsfähig“ und die Ehe ist meistens der einzige Ausweg „um dann doch etwas wert zu sein.“

   

Die Beine sind gebunden, damit die
Wunde besser heilt

 

 

 

 

Es gibt auch ein Buch zu diesem
Thema  - „Wüstenblume“ von Waris
Dirie
Am 24.09.09 kommt auch der Kinofilm
zum Buch in die Kinos



 

Doch was geschieht bei der Beschneidung?
Weibliche Geschlechtsteile werden teilweise oder ganz entfernt, oft wird die Beschneidung ohne Narkose oder andere Betäubungsmittel durchgezogen. In den ärmlicheren Teilen Afrikas wird die Klitoris meistens mit einer einfachen nicht desinfizierten Glasscherbe herausgeschnitten, es kann aber auch vorkommen, dass die äußeren Schamlippen mit einer verrosteten Rasierklinge entfernt werden. In den meisten Fällen wird die Beschneidung vor oder in der Pubertät ausgeführt.

Gesundheitliche Folgen
Beschneidung kann auch tödlich sein - Mehr als ein Viertel der Mädchen sterben an der Beschneidung, doch die Folgen hängen meistens von dem Gesundheitszustand der einzelnen Person ab. Sie leiden an hohem Blutverlust oder Harnwegsinfektionen, der Eingriff stellt oft eine große Schädigung des späteren Sexuallebens dar. Frauen die beschnitten sind haben oft Probleme wenn sie Kinder auf die Welt bringen,  der Geburtsvorgang ist nicht wie bei Frauen, die einen solchen Eingriff nicht aushalten mussten, denn es kann im Extremfall zu Komplikationen für Mutter und Kind kommen.

Doch nicht nur körperlich, leiden die Mädchen oder jungen Frauen, sie tragen auch psychische Schäden davon, aufgrund dessen sind viele Frauenrechtsorganisationen dagegen. Und setzen sich für die Leidenden ein.
Auch uns in Deutschland geht dieses Thema etwas an, viele Mädchen in Deutschland leiden unter den Traditionen ihrer Familie und auch oft genug wird aus Afrika eine „Beschneiderin“ eingeflogen um dieses Ritual durch zu führen. Doch die Gesetzeslage in Deutschland versucht die Mädchen davor zu schützen, denn hier gilt „Beschneidung – ist eine Straftat!“


Verschiedene Organisationen wollen Veränderung und versuchen die Beschneidung abzuschaffen. Sie gehen in die verschiedenen Regionen der Welt und klären auf was alles passieren kann und zeigt den Betroffenen wie leichtfertig sie mit dem Leben der Mädchen umgehen.
In manchen Ländern Afrikas haben die Aufklärungen schon geholfen, denn dort wurde die Beschneidung gesetzlich verboten. Doch die Umsetzung dieses Gesetz ist von Land zu Land verschieden und teils auch lückenhaft. Sie wollen den traditionellen „Beschneiderinnen“, mit anderen Berufsmöglichkeiten zeigen, dass man auch mit anderen Möglichkeiten Geld verdienen kann, doch viele kehren wieder zu dem Beruf zurück da dieser als „Beschneiderin“ sehr gut bezahlt wird.

Romy & Jacky/ Nabbed.de

 

08.09.2009 | 1028 Aufrufe